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Sigh no more

Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Mumford and Sons
Verfasserangabe: Mumford and Sons
Jahr: 2009
Verlag: [Berlin], Universal
Mediengruppe: CD Erw. Musik
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Zweigstelle: RW21 Standorte: Folk/Country/Song M / UG / Musik, Theater, Film Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0

Inhalt

Was haben Shakespeare und Folk-Rock gemeinsam? Die Antwort liefern vier britische Mittzwanziger mit einem 60er lastigen Debütalbum.
Mumford And Sons sind zwar ein britisches Quartett, klingen aber vielmehr wie ein Bündel 40-jährige Holzfäller aus dem Süden der USA. Eine Familienbande, die sich in der Mittagssonne fernab der Zivilisation an einer rustikalen Holzhütte die Sonne auf den Bauch scheinen lässt und mit Grashalm im Mund Banjo, Akustikgitarre und Kontrabass zupft. Wobei der nach Familie klingende Name trügt: Blutsverwandt sind die Briten nicht, sie vereint vielmehr die Liebe zu Sechziger-Folk gepaart mit Bluegrass und Country.
Beim ersten Hören von "Sigh No More" wird sofort klar, die Musik der Band klingt genauso altmodisch wie ihr Name. Ein schnelles Banjo, das zwischen spärlich besetzter Percussion und Gitarrenklängen wiederholt das Tempo aufwirbelt, lässt die Songs eine auffallende Eigendynamik entwickeln. Mit dem achten Stück ¿Timshel¿ wird eine überraschenderweise weniger lodernde, aber immernoch warmherzige, zweite Albumhälfte eingeleitet. So sanfte und ruhige Töne hätte man den Briten nach den ersten Titeln gar nicht zugetraut. Trotz der Tempominderung lässt der zweite Part des Albums den Hörer nicht ermüden und ist obschon der sanften Klänge genauso intensiv wie die ersten Songs. Mit ¿After The Storm¿ wird zum Schluss gänzlich das anfängliche Temperament gezähmt und Windstille setzt ein.
Neben diesem folkloristischen, stilistisch eher in den Staaten angesiedeltem Sound, verweisen die Briten inhaltlich auf ihre britischen Wurzeln: Der Opener und Titelsong ¿Sigh No More¿ lehnt nämlich an Shakespeares ¿Viel Lärm um nichts¿ an. So dreht sich auch im Erstling des Quartetts viel um gebrochene Herzen, Traurigkeit und einsames Verweilen. Während in der klassischen intrigenumwobenen Liebeskomödie jedoch das unberechenbare männliche Geschlecht, welches niemals treu sein könne, aufs Korn genommen wird, wirkt die junge Band mit ihrer Musik, trotz der ausgewaschenen Themen, ehrlicher als mancher ihrer viel vermarkteten Pop-Kollegen.
Mit ihrem Debütalbum eröffnen Mumford And Sons einen neuen Blickwinkel auf die Musik Großbritanniens. Sie laden zu einer Zeitreise in die 60er Jahre ein - zu Beginn noch flammend melodiös, legt sich am Ende eine Lagerfeuerstimmung auf die Songs. Geschickt verbinden sie dabei konventionelles US-amerikanisches Songwritertum mit einer winzigen britischen Note und wissen sogar geschickt auf klassische Literatur zu verweisen. ( motor.de)

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Verfasserangabe: Mumford and Sons
Jahr: 2009
Verlag: [Berlin], Universal
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