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1000 Deutsche Schlager

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Jahr: 2015
Verlag: Frankfurt, 2001
Mediengruppe: CD Erw. Musik
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Inhalt

Eine Zeitreise durch die Schlagerlandschaft von 1905 - 1970 Im Gegensatz zur amerikanischen Popularmusik, die ihre Wurzeln in den von afrikanischen Sklaven herrührenden Worksongs und deren eigener Folklore hat, kann man die deutschsprachige ''Leichte Muse'' eindeutig aus der klassischen Operette herleiten.
Der Begriff SCHLAGER soll um 1870 herum in Österreich, genauer gesagt: in Wien, entstanden sein. Wie bei der Oper die Arien, gab es bei den Operetten einzelne Lieder, ebenso gab es diese Lieder auch bei den volkstümlichen ''Singspielen'' jener Zeit. Jene erfolgreichen Lieder, die beim Publikum am meisten ''einschlugen'' und dadurch eine gewisse Selbständigkeit erlangten, wurden eben SCHLAGER.
In den frühen Jahren des Schlagers waren vornehmlich die Komponisten die Stars. Selbstverständlich gab es zum Beginn des 20. Jahrhunderts auch bekannte Sängerinnen und Sänger die ihren begrenzten Ruhm der neuartigen Schellackplatte verdankten. Leider war jedoch deren Tonqualität nicht ausreichend um den Live-Gesang eines Künstlers im Konzert Paroli zu bieten. Die Schallplatte war also zunächst noch nicht das Sprungbrett zum großen Ruhm.
Der eigentliche Erfolg der Interpreten begann zunächst mit der Einführung des Rundfunks im Jahre1923. In den späten 1920er Jahren bürgerten sich zunehmend auch amerikanische Rhythmen ein - man wurde weltläufiger. Der große Durchbruch kam allerdings durch den Tonfilm, der mit Beginn der 1930er Jahre seinen Siegeszug antrat und Interpreten, zumeist Schauspieler, ans Licht der Öffentlichkeit beförderte.
Waren vorher Komponisten und Texter wie Brammer, Kollo, Grünbaum, Amberg und Raymond der Inbegriff der Schlagerwelt, so rückten jetzt Namen wie Willy Fritsch, Heinz Maria Lins, Marlene Dietrich, Comedian Harmonists, Lilian Harvey oder Hans Albers ins Rampenlicht. Beim Erstellen dieser Edition fiel auf, dass noch in der großen Weltwirtschaftskrise, während der 1920er Jahre, sarkastische Untertöne oder auch banale Nonsens-Verse den Menschenüber ihre fatale Situation hinweghalfen. Das änderte sich mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten fatal. In den schlimmen Kriegsjahren waren sich gestandene Künstler nicht zu schade dem Volk, von Oben verordnete, untergründige Durchhalteparolen ins Ohr zu blasen. Aber auch das gehört zur Geschichte des deutschen Schlagers und ist deshalb hier berücksichtigt worden.
Nach dem Krieg knüpfte der Schlager mehr und mehr an die amerikanischen Klänge an und verlor dadurch seine deutschsprachige Eigentümlichkeit. Nach einer kurzen Phase der Interpretation in der amerikanischen Originalsprache durch deutsch-sprachige Interpreten, begann man nun die fremdsprachigen Hits mit deutschen Texten zu versehen - nicht immer zum Wohlgefallen vieler kritischer Hörer.
Feiern Sie ein Wiederhören mit Erinnerungen und einstigen Idolen oder genießen Sie einfach Romantisches, Witziges und Flottes!!!

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Fußnote: Enth.: CD 1 -10 .-