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Rudin. Ein Adelsnest

Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Turgenjew, Iwan S.
Verfasserangabe: Iwan Turgenjew. Dt. von Herbert Wotte
Jahr: 1994
Verlag: Berlin, Aufbau-Verl.
Mediengruppe: Buch Erw. erzählende
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Zweigstelle: RW21 Standorte: Zaa Tur / 2. OG / Belletristik Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0

Inhalt

Rudin, ein junger Adliger, trifft auf einem Landgut ein und gewinnt mit seinem charmanten Auftreten und seinen geistreichen, fortschrittlichen Wortbeiträgen sehr schnell die Herzen der anwesenden Damen. In seinen Disputen mit einem Adligen alten Schlages bleibt er immer der Sieger. Mit seinen Reden über eine gerechte Zukunft erobert er sehr schnell auch das Herz der Tochter des Hauses und verliebt sich – wie er meint – selbst in sie. Die Mutter hat jedoch andere Pläne mit ihrer Tochter Natalja und ist erzürnt über die Heimlichkeiten hinter ihrem Rücken. Natalja ist bereit, mit Rudin zu fliehen; Rudin jedoch ordnet sich dem Willen der Mutter unter und Natalja muss feststellen, dass all die großen Worte von Selbstbestimmung und Freiheit nichts als heiße Luft waren. Rudin muss der Wahrheit über sich selbst ins Gesicht sehen und meint, dass er irgendwann einmal so unnütz sterben wird, wie er gelebt hat. Tatsächlich wird er später allein mit umgebundener roter Schärpe auf den Barrikaden des Pariser Arbeiteraufstandes stehend erschossen, als die Schlacht schon längst verloren ist. - "Ein Adelsnest" ist eine Auseinandersetzung mit dem russischen Westlertum.
Lavreckij, der englisch erzogene Spross einer Familie von altem Adel, der Überzeugung nach halb westlicher Intellektueller, halb russischer Bauer, heiratet die vergnügungssüchtige Generalstochter Varvara und geht mit ihr nach Paris. Dort betrügt sie ihn mit einem pomadigen Jüngling; verärgert und enttäuscht geht er wieder zurück nach Russland, um sein Gut zu bewirtschaften. Auf der Heimreise trifft er im „Adelsnest“ Liza, die streng religiös erzogene Tochter des Hauses, und verliebt sich in sie – und umgekehrt. In der Zeitung lesen Lavreckij und Liza, dass Varvara gestorben sei, und sie beschließen zu heiraten. So weit kommt es jedoch nicht: Das Glück dauert nur wenige Stunden, dann steht die Totgeglaubte vor der Tür und fleht um Vergebung. Liza entscheidet sich, auf ihre Liebe zu verzichten, den Schleier zu nehmen und ins Kloster zu gehen; Lavreckij verfrachtet seine Frau mit einem ansehnlichen Wechsel wieder nach Paris und geht selbst auf sein Gut. Dort sitzt er und bekennt: „Willkommen einsames Alter! Rinne dem Ende zu, nutzloses Leben!“

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Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Turgenjew, Iwan S.
Verfasserangabe: Iwan Turgenjew. Dt. von Herbert Wotte
Jahr: 1994
Verlag: Berlin, Aufbau-Verl.
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Fußnote: Aus dem Russ. übers.